UBL Aktuell


Thema "Kulturlandschaft" Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung 2002
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Ein beachtliches Echo fand die Einladung der Wählervereinigung Unabhängige Bürger Lauterbach (UBL), die in ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag das Thema "Landschaftserhaltungsverband im Mittelbereich Schramberg"
in den Mittelpunkt stellte. Als Referent, der mit Leib und Seele hinter dem Modellprojekt steht, konnte Jörg Krüger vom Amt für Landwirtschaft, Landschafts- und Bodenkultur (ALLB) in Rottweil gewonnen werden. Das bereits vor Jahren vom ehemaligen Schiltacher Bürgermeister Rottenburger initiierte Projekt ist in diesem Jahr durch die Gemeinderäte der neuen beteiligten Gemeinden Aichhalden, Dunningen, Eschbronn, Hardt, Lauterbach, Schenkenzell, Schiltach, Schramberg und Tennenbronn akzeptiert worden und der Verband ist begründet, seit dem 18. November 2002 gibt es eine Projektmanagerin, MechthildBercher aus Freudenstadt.Krüger betonte den gemeinnützigen Charakter des Verbandes ebenso wie die entscheidende Rolle der Kommunen, die bei der Finanzierung von Maßnahmen mit 30% beteiligt sind, während das Land vertreten durch das Landwirtschaftsministerium 70% der Mittel bereitstellt. Wie Jörg Krüger berichtete, habe das Land für die ersten beiden Jahren die Entlohnung der Projektleiterin zu 100% übernommen, sodass, die von den Gemeinden bereitgestellten Mittel voll in die Projektfinanzierung fließen können. Die Gemeinde Lauterbach hat in ihren Haushalten für die nächsten beiden Jahre je 10.000 Euro für die Maßnahmen eingestellt.
Der gemeinnützige Charakter des Projektes , so machte der Referent deutlich, schließt aus, dass einzelne Landwirte, oder gar alle, gezielt irgendwelche "Prämien" aus dem Verbandstopf erhalten können, sehr wohl aber kann der Verband Beratungshilfe bei Anträgen geben. Als konkretes Projekt, das als erstes in Angriff genommen werden soll, nannte Krüger die Hangneigungskartierung, die es ermöglichen wird, dass die einzelnen Landwirte ihre Flächen besser und genauer in die Förderprogramme einordnen können. Zunächst geht es darum, ein Gutachten des Institutes "Neuland" auszuwerten, das Ende November dem Auswahlgremium vorgestellt werden soll. Wie findet die Meinungsbildung im Verband statt? Die Repräsentanten der neun Gemeinden, sprich die Bürgermeister, beraten die von der Projektleiterin erarbeiteten Vorschläge und stimmen die Reihenfolge der zum Zuge kommenden Maßnahmen ab. Jörg Krüger betonte, dass hierzu natürlich die Rückkoppelung mit den Betroffenen vor Ort, also den Landwirten, notwendigerweise dazu gehört. Gemeinderat Siegfried King schlug den anwesenden Landwirten vor, die Projektleiterin in eine Mitgliederversammlung des Ortsbauernverbandes einzuladen, um ihre Vorstellungen kennen zu lernen und die örtlichen Möglichkeiten auszuloten. Im Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Gemeinde und Verband müssten die Projekte entwickelt werden, bestätigte Jörg Krüger.
BuG 29.11.2002
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